Ausbildungsförderung Jugendlicher in der Dominikanischen Republik

Mit 15 Personen haben wir uns dieses Mal auf die Reise auf ‚unsere‘ Insel begeben. Die Gruppe setzte sich zur Hälfte aus Erstbesucher zusammen, die Reise hatte aber auch für die Wiederholungstäter einiges Neues zu bieten. Vor allem der Besuch im Regierungsbezirk Barahona stand im Mittelpunkt der Reise. Dort wurde eine neue kleine Gruppe von AJD-Studenten gegründet, die mit einer Lehrerausbildung eine Chance ergreifen, sich in dieser schwierigen Region eine Zukunft aufzubauen.Vom Bürgermeister der Stadt Jaragua wurde uns feierlich ein Kooperationsvertrag überreicht und eine freiwillige Initiative einiger Erwachsener, die auch in dieser Region aufgewachsen sind, unterstützen das Projekt mit Herz und Habe. Besonders beeindruckt wurden wir auch von dem fertiggestellten Kanalprojekt in La Vega, das regelmäßige Überflutungen verhindert. Hier waren unsere AJD-Mitglieder Johan und Wanny maßgeblich beteiligt. Sie waren als Kinder Betroffene von den jährlichen Wassereinbrüchen und konnten nun dank ihrer Ausbildung über den AJD den kommenden Generationen ein sicheres Wohnen in diesem Viertel der Stadt ermöglichen.
Weitere Stationen unserer Reise waren ein Besuch bei Miki und seiner Familie in La Romana; er führte uns mit einem Boot auf eine vorgelagerte Insel, wo wir das karibische Paradies genießen konnten. Oder der Besuch einer fairen und biologisch kontrollierten Bananenplantage im Norden des Landes. Oder die Schule in La Vega, die von Fior, einer unserer ersten geförderten Mitgliederinnen, geleitet wird. Oder die zahlreichen Besuche in den Familien unserer MitgliederInnen: überall wurden wir wieder herzlich und überschwänglich empfangen, auf Schritt und Tritt sicher begleitet und gut verköstigt.

Leider mussten wir erstmals erleben, dass die Kriminalität auch im Inland zunimmt: Wir wurden während der Messe in der Kirche und auf offener Straße bestohlen. So erschreckend und verlustreich diese Erfahrungen auch waren, so durften wir dabei wieder erleben, mit welchem Einsatz und Herzblut sich unsere Freundinnen und Freunde des AJD um uns kümmern und sorgen!
Insgesamt eine Reise mit vielen zurückgelegten Kilometern, einer guten Mischung aus karibischen Urlaubsfeeling und realistischen Einblick in die Situation der Menschen. Es gab wie immer einen guten Überblick über die Leistung und Erfolge des AJD und viele Gelegenheiten zur freundschaftlichen und menschlichen Begegnung.
Pfarrer Wolff